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Subspezies: Menschen

Veröffentlicht am 22.05.2017

Die mystischen Kräfte des Universums haben einen direkten Einfluss auf das menschliche Genom. Menschen, die innerhalb eines mystischen Feldes geboren werden – vor der Erfindung von mystischen Feldgeneratoren waren das also Menschen, die auf einem Planeten mit einem mystischen Zyklus geboren wurden – gehören manchmal zu einer Subspezies.

Im Laufe der Geschichte des Equinox Universums sind viele verschiedene Subspezies entstanden und wieder ausgestorben. Diese Artikelreihe beleuchtet die verschiedenen Subspezies aus der Sicht Angehöriger ihres jeweils eigenen Volkes. Natürlich sind diese Beschreibungen subjektiv und durch individuelle Erfahrungen eingefärbt, aber wir haben diejenigen ausgewählt, die die am weitest verbreiteten Meinung zum Ausdruck bringen.

Die Menschen

– Jedah Torvus, Anthropologe

Es ist schwierig, Menschen über Verallgemeinerungen und in der breiten Masse zu definieren. Vielleicht sollte man am besten sagen, dass Menschen sich einer Definition entziehen. Sie haben das Bedürfnis, soziale Gruppen zu bilden, die auf persönlichen und geschäftlichen Beziehungen beruhen und empfinden eine Loyalität gegenüber diesen Gruppen. Zu diesen sozialen Gruppen gehören unter anderem die Familie, Schiffsmannschaften, militärische Organisationen und verschiedenste Kulte. Menschen erschaffen zwar auch ihre eigenen kulturellen Praktiken, übernehmen aber sehr gerne die anderer sozialer Gruppen und Subspezies. Tatsächlich zeigen Menschen eine größere Bandbreite solcher kultureller Praktiken als jede andere Subspezies.

„Wie passend, dass ihre ehemalige Heimatwelt eine Nexuswelt ist. Diese Vielseitigkeit könnte eine Eigenschaft sein, die sie von der Erde selbst geerbt haben. Ich frage mich, wie Spezies anderer Nexuswelten wohl sein mögen?”

– Kirash Thorn, Equilibrility

Leider neigen Menschen als Spezies aber auch zu Intoleranz, Engstirnigkeit und Rassismus. Dies zeigt sich, wenn Menschen mit anderen Subspezies interagieren und es rührt hauptsächlich daher, dass Menschen für gewöhnlich die dominierende Spezies in den verschiedenen Systemen sind. Selbst der Begriff Subspezies ist gegenüber den anderen Bewohnern dieser Systeme eine kleine Beleidigung. Obwohl wissenschaftlich bewiesen ist, dass andere Spezies sich aus menschlicher DNA entwickeln, herrscht allgemein das Gefühl vor, dass die Menschen die wahren Erben des Universums sind. Wo wären schließlich die anderen Subspezies ohne die Menschen? Würden sie ohne uns überhaupt existieren? Das sind die Fragen, die gewöhnlich gestellt werden, aber ich glaube, es sind die falschen Fragen. Wir sollten lieber fragen: Wären andere Subspezies ohne die Menschen besser dran?

„Die Lage wird ein wenig unklar, wenn wir dieselben Maßstäbe, die wir an andere Subspezies anlegen, an die Menschen anlegen. Ja, alles in allem folgt die Subspezies ‘Mensch’ einer größeren Verschmelzung von Traditionen und hat eine größere Bandbreite von kulturellen Praktiken. Ein großer Teil der wahrgenommenen Vielfalt stammt allerdings vom Mangel an kultureller Vielfalt bei den anderen Subspezies. Haryani und Hokai leben innerhalb der haryanischen Gesellschaft, Kiruaner innerhalb der zehelarianischen Gesellschaft, Yol innerhalb der yolusturianischen Gesellschaft und so weiter. Wenn wir alle Menschen aus diesen Gesellschaften zusammenwerfen, dann, ja dann zeigen sie eine größere Vielfalt, als man bei den Haryani, den Kiruanern und so weiter erkennen kann. Aber wenn wir jede dieser menschlichen Subkulturen nehmen und annehmen würden, dass sie separate Subspezies sind, würden wir fast so viele Unterschiede zwischen einem haryanischen Menschen und einem zehelarianischen Menschen sehen wie zwischen einem Hokai und einem Kiruaner. Ein haryanischer Mensch mag sogar mehr mit einem Haryani gemeinsam haben als mit einem zehelarianischen Menschen. Körperlich sind sie einander sehr ähnlich, aber sozial sind sie die Produkte ihrer jeweiligen Welten und der langen Trennung, die dem Aufstieg des Konsortiums vorausging.“

– Doc Bonebreaker, Phobos Rising

„Wir sehen sie, wie wir sie nennen. Die Subspezies sind aus Menschen hervorgegangen, also sind Menschen der Vergleichsstandard; alle anderen sind eine Art spezielle Lebensform. Dann beschließen wir, dass Menschen selbst nur eine Subspezies sind. Jetzt haben wir die menschliche Spezies, mit Subspezies wie Yol, Hokai und … Menschen. Ich frage mich, ob es eine bewusste Entscheidung war, präzisere Begriffe zu vermeiden oder sie eher einfach nicht mehr zu gebrauchen. Wenn Menschen Menschen sind, dann sind Yol keine Menschen …“

– Thunk Tenna, Hokai-Philosoph