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Subspezies: Kiruaner

Veröffentlicht am 13.06.2017

Die mystischen Kräfte des Universums haben einen direkten Einfluss auf das menschliche Genom. Menschen, die innerhalb eines mystischen Feldes geboren werden – vor der Erfindung von mystischen Feldgeneratoren waren das also Menschen, die auf einem Planeten mit einem mystischen Zyklus geboren wurden – gehören manchmal zu einer Subspezies.

Im Laufe der Geschichte des Equinox Universums sind viele verschiedene Subspezies entstanden und wieder ausgestorben. Diese Artikelreihe beleuchtet die verschiedenen Subspezies aus der Sicht Angehöriger ihres jeweils eigenen Volkes. Natürlich sind diese Beschreibungen subjektiv und durch individuelle Erfahrungen eingefärbt, aber wir haben diejenigen ausgewählt, die die am weitest verbreiteten Meinung zum Ausdruck bringen.

Die Kiruaner

– von Krik Nelk, Pilot der Wyldthorne

Es wird ‘ne Menge Zeug über uns Kiruaner erzählt, und das meiste davon ist wahr. Klar, wir haben einen Komplex, der so groß ist wie ein roter Überriese, aber den hättest du auch, wenn du mit demselben Zeug wie wir klarkommen müsstest. Erst mal sind wir ein bisschen klein. Das ist für dich vielleicht keine große Sache, aber versuch mal, auf einem Schiff oder einer Station zurechtzukommen, die für große Leute gemacht wurde. Ist nicht so einfach, so viel ist mal sicher. Zweitens stammen wir aus einem überfüllten System. Zeyara III ist der einzige lebenswerte Ort und er ist vollkommen überlaufen. Es gibt so viele Leute in unserem System, dass es langsam vor Stationen überquillt. Das macht das Leben nicht mehr wert als Spucke, wenn du weißt, was ich meine. Und schließlich lieben wir es, uns mit anderen zu messen. Das ist kein Witz – wenn du den Handschuh wirfst, wird ihn ein Kiruaner aufnehmen, so einfach ist das.

„Die Subspezies der Kiruaner kann die Menge an Adrenalin in ihrem Körper bis zu einem gewissen Punkt kontrollieren, was sie in dieser Hinsicht einzigartig macht. Wenn sie sich mit anderen messen, aktivieren sie ihre Adrenalindrüsen und erhöhen den normalen Ausstoß exponentiell. Das erlaubt es einem Kiruaner, viele körperlichen Aufgaben für eine kurze Zeit viel besser erledigen. Es ist den Kiruanern zwar möglich, ihr Konkurrenzdenken zu beherrschen, aber das machen sie nur selten.”

– Doc Bonebreaker, Phobos Rising

Hast du jemals den Spruch „Der spuckt Zähne“ gehört? Das passt auf einen wütenden Kiruaner wie die Faust aufs Auge. Wir haben da diesen Reflex, dass wir unsere Kiefer zusammenpressen, wenn wir wütend werden. Und weil unsere Kiefermuskeln so stark sind, verlieren wir dabei ein paar Zähne. Die gute Nachricht ist, dass es da wo die herkommen noch viel mehr gibt! Die schlechte Nachricht ist, dass du einen Kiruaner wütend auf dich gemacht hast. Renn am besten weg und schau dich nicht um, oder sieh zu, dass du als erster schießt. Wenn du das alles zusammennimmst, hast du eine sehr zähe Spezies.

Kiruaner sind ziemlich ungeduldig und lassen das auch jeden verdammt gerne wissen. Ziemlich seltsam, weil wir doch eine der langlebigeren Spezies sind. Bei uns müssen Dinge immer schnell erledigt werden. ‘Ne Menge Leute haben ein Problem damit, wie sie erledigt werden, und was passiert, während sie erledigt werden, aber zumindest werden sie erledigt! Die Leute verschwenden sowieso zu viel Zeit auf die kleinen Sachen; wir kommen einfach zum Kern der Sache und gehen dann zum nächsten Ding über. Yeah, wir stehen die ganze Zeit unter Volldampf, ungefähr so wie ein Komet. Und wie bei einem Kometen gilt: Geh einfach aus dem Weg und alles ist gut.

„Es gibt Gerüchte über alte Kiruaner, die die Beobachter genannt werden und angeblich über 300 Jahre alt sind. Sie haben, wahrscheinlich um zu fliegen, eine dünne Membran entwickelt, die sich von den Handgelenken über die Flanken bis zu den Fußknöcheln erstreckt. Diese Beobachter führen die Kiruaner angeblich aus den Schatten heraus an und ziehen es vor, unentdeckt und anonym zu bleiben. Niemand kennt ihre wahren Absichten. Es gibt keinen stichhaltigen Beweis ihrer Existenz, aber das hält Neugierige nicht davon ab, nach ihnen zu suchen.”

– Jedah Torvus, Anthropologe