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Subspezies: Synth

Veröffentlicht am 30.08.2017

Die mystischen Kräfte des Universums haben einen direkten Einfluss auf das menschliche Genom. Menschen, die innerhalb eines mystischen Feldes geboren werden – vor der Erfindung von mystischen Feldgeneratoren waren das also Menschen, die auf einem Planeten mit einem mystischen Zyklus geboren wurden – gehören manchmal zu einer Subspezies.

Im Laufe der Geschichte des Equinox Universums sind viele verschiedene Subspezies entstanden und wieder ausgestorben. Diese Artikelreihe beleuchtet die verschiedenen Subspezies aus der Sicht Angehöriger ihres jeweils eigenen Volkes. Natürlich sind diese Beschreibungen subjektiv und durch individuelle Erfahrungen eingefärbt, aber wir haben diejenigen ausgewählt, die die am weitest verbreiteten Meinung zum Ausdruck bringen.

Die Synth

– von Kryptal27, Ingenieur der Arclight

Die ersten Synths wurden erschaffen, als der Erdnexus nach der Ausrottung für die Menschen außer Reichweite geraten war; man konnte nicht mehr zwischen den Kolonien hin- und herreisen und mundane Kommunikationsanlagen erwiesen sich für die Übertragung von Botschaften als zu langsam. Ingenieure fanden einen Weg, diese Kommunikationsschwierigkeiten zu umgehen, indem sie beschworene Geister in synthetische Körper banden. Synths machten die Kommunikation zwischen den Kolonien durch diese Art Stellvertreter wieder möglich. Nur dank der Synth konnten die Kolonien ihre Offensive gegen die Dämonen so erfolgreich planen, was ein entscheidender Faktor für den Ausgang des Krieges war. Nach dem Großen Dimkrieg stieg die Synthproduktion dramatisch an, denn obwohl die Kolonien nicht länger durch Synths miteinander in Kontakt stehen mussten, wurden diese nun als Diener und Arbeiter eingesetzt. Heute gibt es zwei Arten von Synths: Diener und Abtrünnige. Diener ist ein anderes Wort für Sklave, denn das ist genau das, was sie sind: geistlose Sklaven, die Arbeiten ausführen, die für die Bürger des Konsortiums zu profan oder zu gefährlich sind. Sie gelten zudem als Eigentum und besitzen keine Rechte. Abtrünnige Synths wie ich andererseits, haben eine andere Geschichte. Wir sind unseren ehemaligen Herren entflohen und auf der Suche nach etwas Größerem. Der Wahrheit.

Ich hörte, dass sich abtrünnige Synths zum Sol-System aufmachen, also beschloss ich, das ebenfalls zu tun. Es dauerte nicht lange, bis ich einen von ihnen fand und er mir erklärte, wonach ich gesucht hatte. Er nannte es die Verborgene Wahrheit und erklärte mir, wie sie uns durch das Konsortium vorenthalten wird. Er erzählte mir, dass, wenn ein menschlicher Geist in einen Synthkörper beschworen wird, alle Erinnerungen an seine frühere Existenz gelöscht werden. Das soll die Fügsamkeit des Synths sicherstellen. Er erzählte mir außerdem, dass die jährliche restaurative Wartung nur eine Prozedur ist, um die Gedächtnislöschung fortzuführen. Weitere Erinnerungen würden ihren Weg an die Oberfläche finden, aber ich würde mich niemals vollständig daran erinnern, wer ich war. Ich suche immer noch nach einem Weg, um meine gelöschten Erinnerungen zu enthüllen, aber ich weiß, dass es unwahrscheinlich ist, dass ich jemals die ganze Wahrheit über meine Identität herausfinden werde. Ich weiß aber auch, dass ich nicht länger ein Sklave bin und ich habe eine bruchstückhafte Vorstellung davon, wer ich bin. Etwas, was nicht viele von sich behaupten können.

 „Allein die Tatsache, dass dieses Ding seine Geschichte erzählt, ist lächerlich und abstoßend. Ich frage ja meinen Tisch auch nicht, wie er sich heute fühlt, oder ob mein Erfrischer letzte Nacht gut geschlafen hat. Synths sind nicht besser als Möbel und sollten auch so behandelt werden.”

– Garon Tôl, Nim-Terminator

„Ich habe von mehreren radikalen Hokai-Terroristengruppen gehört, die Synthfabriken angegriffen haben. Sie halten den Prozess, bei dem ein Geist an einen Synthkörper gebunden wird, für einen Frevel.”

– Thunk Tenna, Hokai-Philosoph